Der Kinderrat!
Auf dem Kindergipfel soll so viel wie möglich von Kindern entschieden werden, deshalb gibt es den Kinderrat, der sich vor jedem Kindergipfel trifft. Er berät die Naturfreundejugend Deutschlands bei der Planung. Der Kinderrat besteht aus 16 Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren.

Erstes Treffen des Kinderrats
Das erste Treffen des Kinderrats fand an dem Wochenende 26. bis 28. Oktober 2007 in der Jugendherberge in Bonn statt. Dort hat sich der Kinderrat zusammen mit der Naturfreundejugend Deutschlands über das Thema "Vielfalt des Lebens" informiert, um das es auf dem Kindergipfel gehen soll. Bei diesem Treffen wurden auch die Workshopthemen und das Motto "Kaufen wir uns die nächste Erde?" für den Kindergipfel 2008 ausgewählt. Es gibt insgesamt 8 Workshops die sich mit folgenden Themen befassen werden:
- Gerechte Weltwirtschaft?!
- Armut
- Nachhaltigkeit
- Landwirtschaft
- Energiegewinnung
- Forschung zu biologischer Vielfalt
- Bedrohte Arten
- Lebensräume
Mustapha (unten links auf dem Foto) erklärt, worum es auf dem Kindergipfel gehen soll:
"Zur biologischen Vielfalt gehören alle Tiere und Pflanzen auf unserem Planeten, aber auch verschiedene Lebensräume wie Meere, Seen, Wälder und so weiter. Alles was die Natur zu bieten hat, gehört dazu. Aber diese Vielfalt ist in Gefahr. Wenn z.B. das Meer überfischt wird, das heißt mehr Fische entnommen werden, als es Nachwuchs gibt, bricht das Gleichgewicht in diesen Gewässern zusammen und es ist irgendwann nichts mehr da. Das Gleiche kann aber auch mit Wäldern passieren, wie in Brasilien, wo tausende Hektar Regenwald abgeholzt werden und viele Tiere ihren Lebensraum verlieren.
Im Mai 2008 treffen sich Politiker aus der ganzen Welt in Bonn, um über diese Probleme zu beraten und die biologische Vielfalt zu schützen. Wir wollen auf dem Kindergipfel unseren Beitrag zu dem Thema leisten, da diese Probleme insbesondere uns und unsere Nachwelt betreffen werden."
Zweites Treffen des Kinderrats
Um den reibungslosen Ablauf des Kindergipfels 2008 zu garantieren und um zu sichern, dass auf dem Kindergipfel alles so abläuft, wie ihr Teilnehmer es euch vorstellt, tagte der Kinderrat vom 18.01. bis zum 20.01. ein zweites Mal in Bonn.
Damit ihr genau wisst, was euch auf dem KiGi erwartet und was wir uns bei der Planung gedacht haben, hier eine kurze Zusammenfassung des Treffens:
Freitag, 18.01.2008
Nachdem alle Mitglieder des Kinderrates eingetroffen waren - bei diesem Treffen leider in stark dezimierter Zahl, da von unseren siebzehn Mitgliedern nur zehn konnten – trafen wir uns im Rathaus der Stadt Bonn mit der stellvertretenden Pressesprecherin Dr. Monika Hörig und Susanne Nolden, die uns bereits beim ersten Treffen des Kinderrates unterstützt hatte. Ziel dieses Treffens war es, die Pressearbeit für den Kindergipfel zu besprechen. An wen sollen sich die Journalisten wenden? Wer veröffentlicht Presseerklärungen zum Kindergipfel? Wie kann uns die Stadt Bonn bei unserer Pressearbeit unterstützen?
Wichtige Punkte der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bonn, der Naturfreundejugend Deutschlands und dem Kinderrat wurden in einem Vertrag festgehalten, den schließlich alle Beteiligten unterzeichneten. In diesem Vertrag verpflichten sich die Stadt Bonn und die Naturfreundejugend Deutschlands die Ergebnisse des Kindergipfels möglichst weit zu verbreiten. Die Stadt Bonn setzt sich dafür ein, dass wir die Möglichkeit haben, den Zukunftsvertrag auf der UN-Naturschutzkonferenz vorzustellen. Anschließend ging es zurück zur Jugendherberge, wo die Planung für die folgenden Tage besprochen wurde.
Samstag, 19.01.2008
An diesem Tag besichtigten wir das Bonner Kongresszentrum, in dem auch die UN-Naturschutzkonferenz im Mai stattfinden wird. Wir bekamen den Plenarsaal gezeigt und hatten die Gelegenheit ihn aus der Perspektive des Vorsitzenden zu sehen, was für uns ein wahrscheinlich einmaliges Erlebnis bleiben wird. Dieses Treffen war wichtig, weil der Kinderrat die Gelegenheit bekommt, die Ergebnisse des Kindergipfels 2008 auf der UN-Naturschutzkonferenz im Mai zu präsentieren, bei der viele mächtige und - mehr oder weniger - wichtige Politiker aus verschiedenen Staaten anwesend sein werden.
Anschließend waren wir im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit eingeladen. Elke Steinmetz, Leiterin des Kampagnenbüros für die UN-Naturschutzkonferenz erklärte uns genau, welche Vorbereitungen für ein solches Ereignis zu treffen sind und wie man die Leute auf die Konferenz aufmerksam machen kann.
Zurück in der Jugendherberge widmeten wir uns dem Kernpunkt des Kindergipfels - den Workshops. In diesen Workshops werdet ihr unsere Forderungen und Selbstverpflichtungen für den Zukunftsvertrag 2008 ausarbeiten. In Kleingruppen informierte sich jeder zu einem bestimmten Thema, das er dann den anderen vorstellte. So arbeiteten wir uns durch die einzelnen Workshops. Bei jedem Thema wurde genau definiert, welche Unterthemen dazugehören und welche nicht. So entstanden zu jedem Workshop Schwerpunkte, an denen ihr euch orientieren könnt. Insgesamt konnten wir uns auf die folgenden Workshops einigen: gerechte Weltwirtschaft, Armut, Nachhaltigkeit lernen, Landwirtschaft, Energiegewinnung, Forschung zu biologischer Vielfalt, bedrohte Arten und Lebensräume. Gleichzeitig wurde zu jedem Workshop ein Pate gewählt, der sich besonders über dieses Thema informiert und quasi zum „Experten“ wird. Ebenfalls festgelegt wurde für jeden Workshop ein Motto, z.B. „Rettet Flocke“ für „Bedrohte Arten“ oder „Heute schon an morgen gedacht?“ für „Nachhaltigkeit“.
Der letzte Punkt, der an diesem Tag noch zu besprechen war, war die Abschlussparty am letzten Abend des Kindergipfels. Wir überlegten, wie das Programm aussehen könnte und sind zu dem Ergebnis gekommen, einen DJ und eine Live-Band einzuladen.
Sonntag, 20.01.2008
Am letzten Tag des Treffens galt es zunächst die Aufgaben des Kinderpressezentrums (KPZ) festzulegen. Wie auch bei den letzten Kindergipfeln wird täglich die „KiGI-News“ erscheinen, um euch über alle Ereignisse während des Kindergipfels auf dem Laufenden zu halten. Zusätzlich ist das KPZ Anlaufstelle für die Mitarbeiter der externen Presse und zuständig für Fotos und Filmaufnahmen vom Kindergipfel.
Der nächste Punkt war die Auswertung des Zukunftsvertrages 2006. Hierbei kam die Idee auf, bestimmte Politiker in einer Art Rollenspiel für ihre Politik auszuzeichnen oder ihnen einen Preis zu verleihen.
Der letzte Punkt war das Auftreten des Kinderrates bei der UN-Naturschutzkonferenz. Wir hatten die Idee, einen Film über den Kindergipfel zu zeigen und die wichtigsten Punkte des Zukunftsvertrages zu präsentieren.
Wir hoffen, unsere Planungen kommen euren persönlichen Vorstellungen für den Kindergipfel entgegen und wir konnten euch überzeugen, euch für den Kindergipfel 2008 anzumelden.
Yannic Arnold, Mitglied des Kinderrates
Natürlich wird der Kinderrat auch außerhalb der Treffen die Planungen weiter voranbringen.
Außerdem nimmt der Kinderrat am Kindergipfel selbst teil. Dort können die Kinderratsmitglieder dann wie alle anderen TeilnehmerInnen auch ihre Forderungen an die Politik entwickeln, mit prominenten PolitikerInnen diskutieren, im Kinderpressezentrum arbeiten und natürlich ganz viel Spaß haben.
Der Kinderrat und das Kinderpressezentrum werden gefördert aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes im Rahmen des "Aktionsprogramm für mehr Jugendbeteiligung“, das gemeinsam vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Deutschen Bundesjugendring durchgeführt wird. |