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Der Zukunftsvertrag 2008

Gerechte Weltwirtschaft

Forderungen Selbstverpflichtungen

Wir fordern eine Verbesserung der Rahmenregeln in der Weltwirtschaft. Hierzu zählen für uns die Abschaffung von Kinderarbeit, eine Reduzierung des industriellen Wasserverbrauchs und verstärkte bzw. verbesserte Kontrollen in den Firmen.

Wir fordern die weltweiten Großkonzerne auf, die Zerstörung und die Vernichtung von Tierarten und deren Lebensräumen zu stoppen.

Wir fordern bessere Gesetze zur Kennzeichnung von Produkten, um so Konsumenten auf bedenkliche Konzerne aufmerksam zu machen.

 

Wir verpflichten uns dazu, mehr Bio- und Fair-Trade-Produkte zu kaufen.

Wir verpflichten uns, schlechte Firmen nicht mehr zu unterstützen, also keine oder kaum noch Produkte von diesen Firmen zu kaufen.

Wir verpflichten uns dazu, unser Umfeld über die Machenschaften von Großkonzernen aufzuklären und uns regelmäßig selber über dieses Thema zu informieren.

Armut

Forderungen Selbstverpflichtungen

Wir fordern, dass mehr Geld für Entwicklungshilfe ausgegeben wird.

Wir fordern, dass die Politiker in Deutschland mit den Betroffenen in den Entwicklungsländern kommunizieren und dass deren Sicht berücksichtigt wird.

Wir fordern, dass keine Ausbeutung in Entwicklungsländern unterstützt wird.

Wir verpflichten uns, mehr Recycling-Papier zu verwenden, da so die Lebensgrundlagen von Menschen im tropischen Regenwald erhalten werden.

Wir verpflichten uns, Menschen nicht nach ihrem Einkommen zu beurteilen.

Wir verpflichten uns, das Thema Armut in der Schule zu thematisieren.

 

Nachhaltigkeit lernen

Forderungen Selbstverpflichtungen

Wir fordern, dass man in der Schule mehr Nachhaltigkeit lernt. Wir wollen einen Unterricht, der mehr auf Teamwork als auf Konkurrenz setzt und wollen, dass Nachhaltigkeit in allen Schulfächern unterrichtet wird.

Wir fordern eine staatliche Kennzeichnungspflicht für alle Waren (Elektrogeräte, Kleidung, Nahrung usw.), um den Umweltverbrauch deutlich zu machen. Dabei soll erkennbar sein, z.B. anhand einer Ampel, ob ein Produkt nachhaltig hergestellt worden ist.

Wir fordern mehr Geld für kreative und effektive Werbung für die Nachhaltigkeit in der Öffentlichkeit.

 

Wir verpflichten uns, die Idee der Nachhaltigkeit über kreative, öffentlichkeitswirksame Aktionen (Demonstrationen, Homepages,...) zu vermitteln.

Wir verpflichten uns, beim Einkaufen auf nachhaltige Produkte zu achten.

Wir verpflichten uns, unserem Bekanntenkreis (Mitschüler, Freunde, Verwandte) zu zeigen, wie man nachhaltig leben kann.

Landwirtschaft

Forderungen Selbstverpflichtungen

Wir wollen mehr staatliche Unterstützung für Biobauern und deren Produkte.

Wir fordern, dass Monokulturen abgeschafft werden und sich auf den Feldern verschiedene Anbau- und Brachezeiten sinnvoll abwechseln.

Die Grenzen für das Aufbringen von Spritzmitteln sollen gesenkt werden und die Spritzmittel sollen stärker besteuert werden.

 

Wir pflanzen mehr Vielfalt im eigenen Garten an und benutzen dafür nur natürlichen Dünger.

Wir lassen Nützlingen ihren Lebensraum oder geben ihnen einen neuen.

Wir machen Werbung für Bioprodukte und gegen Monokulturen.

Energiegewinnung

Forderungen Selbstverpflichtungen

Wir fordern die Politiker auf, andere Länder von der Nutzung der erneuerbaren Energien zu überzeugen. Zusätzlich müssen Fördermittel für den Aufbau von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien bereitgestellt werden.

Wir fordern, dass Deutschland eine Vorbildfunktion bei der Nutzung erneuerbarer Energien einnimmt.

Wir fordern, dass Energiekonzerne sich verpflichten mehr Werbung für erneuerbare Energien zu machen und diese dann auch zu produzieren.

 

Wir verpflichten uns, auf Energiesparlampen umzustellen.

Wir verpflichten uns, Licht und Heizung sparsam und nur bei Bedarf zu verwenden.

Wir verpflichten uns, Erwachsene auf die Möglichkeit der Nutzung von Solarenergie hinzuweisen.

Forschung zu Biodiversität

Forderungen Selbstverpflichtungen

Wir fordern mehr Unterstützung für die Genforschung, aber gleichzeitig mit strengen Auflagen und Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Produkte.

Wir fordern mehr Rücksicht auf die (Bio-)Bauern, z.B. durch einen angemessenen und sicheren Abstand von Feldern mit gentechnisch veränderten Pflanzen.

Wir fordern: Kein Patent auf Leben!

 

Wir verpflichten uns, unsere Mitschüler über den ökologischen Fußabdruck zu informieren und ihren und unseren zu verkleinern.

Wir verpflichten uns, verantwortungsbewusst mit der Natur umzugehen, um die Biodiversität zu erhalten.

Wir verpflichten uns, uns über die Herkunft und Anbauweise von Produkten zu informieren und dementsprechend zu handeln.

Bedrohte Arten

Forderungen Selbstverpflichtungen

Wir fordern strengere Gesetze ohne Ausnahmeregelungen, um die Jagd, den Handel und die Fischerei vom Aussterben bedrohter Arten zu stoppen, um ihr Aussterben zu verhindern.

Wir fordern die Einführung eines Tempolimits auf Autobahnen von 120 km/h und Steuern auf Flugbenzin und andere umweltschädliche Stoffe, da Klimawandel eine Ursache für das Artensterben ist.

Wir fordern, dass größere und mehr Naturschutzgebiete und Nationalparks ausgewiesen werden, in Deutschland insgesamt mindestens 15 % der Fläche. Darüber hinaus fordern wir auch weltweit die Einrichtung oder Ausdehnung von Schutzgebieten.

Wenn wir uns in der Natur bewegen, respektieren wir den Lebensraum der Tiere und Pflanzen, die dort leben. Wir werfen keinen Müll weg.

Wir verpflichten uns, mit unseren Eltern über das Thema Möbel aus Tropenholz zu reden und als Familie keine Möbel aus Tropenholz zu kaufen.

Wir verpflichten uns, weniger Coca-Cola zu trinken, weil die Firma Coca-Cola 40 Milliarden Liter Wasser verbraucht und große Felder vergiftet und dadurch den Lebensraum von vielen Arten zerstört und gefährdet.

Lebensräume

Forderungen Selbstverpflichtungen

Wir fordern den CO2-Ausstoß zu verringern, indem zum Beispiel neu erforschte CO2-verringernde Techniken eingesetzt werden.

Wir fordern zum Schutz der Artenvielfalt und besonders zum Schutz der fast ausgestorbenen Tier- und Pflanzenarten, dass schon halb zerstörte Lebensräume nicht weiter durch menschliche Eingriffe wie z.B. die Abholzung zerstört werden und darüber hinaus renaturiert werden, ggf. durch die Einrichtung von Naturschutzgebieten.

Wir fordern, dass mehr Mülleimer in der Öffentlichkeit und in den Schulen zur Mülltrennung aufgestellt werden und dass mehr Energiesparlampen und Recycling-Produkte zu günstigeren Preisen angeboten werden, z.B. durch Steuersenkungen.

Wir verpflichten uns dazu, mehr CO2-sparende Verkehrsmittel zu nutzen und kürzere Strecken zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren.

Wir wollen darauf achten, dass wir ebenfalls etwas zum Erhalt der Lebensräume beitragen, indem wir beispielsweise Recycling-Papier benutzen, damit die natürlichen Wälder nicht weiter abgeholzt werden, und dass wir nicht in die Natur eingreifen.

Wir verpflichten uns dazu, Recyclingprodukte zu benutzen und Energiesparlampen einzubauen; außerdem trennen wir Müll und animieren andere Menschen ihren Müll fachgerecht zu entsorgen.

 

 

Reaktionen auf den Zukunftsvertrag 2008!

Der Zukunftsvertrag 2008 wurde kurz nach dem Kindergipfel an alle Mitglieder des deutschen Bundestages versendet. Hier könnt ihr die ersten Antwortbriefe der Politiker sehen die auf eure Forderungen reagiert haben.

Jan Korte von der Partei DIE LINKE versichert, dass die Themen Kinder- und Jugendpolitik sowie Generationengerechtigkeit in der Linksfraktion einen großen Stellenwert haben.

Miriam Gruß von der FDP versichert, dass sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für die Umsetzung der Forderungen einsetzen wird.

Heidi Wright fand vor allem die Selbstverpflichtungen prima, denn "es gibt nichts Gutes, außer man tut es!". Sie selbst will sich für eine Stärkung des Fahrradverkehrs in Deutschland einsetzen.

Omid Nouripour (Bündnis 90/Die Grünen) hat den Zukunftsvertrag an die Grüne Jugend (Jugendverband von Bündnis 90/Die Grünen) weitergegeben.

Ingrid Fischbach (CDU/CSU) hat sich sehr über den Zukunftsvertrag gefreut und möchte alle Gipfelteilnehmer grüßen. Sie geht auf die Themen Kinderarbeit, Entwicklungshilfe und Energiegewinnung, Nachhaltigkeit sowie die Idee der Selbstverpflichtungen ein.

Christel Humme (SPD) freut sich sehr das der Kindergipfel soche Ergebnisse hervorgebracht hat. Sie weiß um die Verantwortung für die nachfolgende Generation und handelt in deren Auftrag.

Marco Bülow (SPD) hat den Zukunftsvertrag mit großem Interesse gelesen und auf alle Workshopthemen geantwortet. Er möchte gerne einen Beitrag dazu leisten, die Forderungen in die aktuelle Politik einzubringen.

Dr. Christian Ruck (CDU/CSU) war froh, festzustellen, dass wir jetzt schon gemeinsam an einem Strang ziehen. Er geht auf die Punkte Energiegewinnung, Entwicklungszusammenarbeit und Biodiversität/Lebensräume ein.

Wolfgang Tiefensee (Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung) hat zum Ziel den Verkehr so umweltfreundlich, sicher und effizient wie möglich zu gestalten. Er fühlte sich bei einigen Punkten des Zukunftsvertrages angesprochen und ist darauf eingegangen.

Markus Löning (FDP) findet das bürgerschaftliches Engagement, vor allem von jungen Menschen, unverzichtbar für einen aufgeklärten und wirkungsvollen Naturschutz in Deutschland ist.

Was wurde aus den Forderungen des Zukunftsvertrag?

Zum Jahreswechsel 2008/2009 haben wir die Gäste und ExpertInnen, die am Kindergipfel 2008 teilgenommen haben, gefragt, was sie nach dem Kindergipfel für die Forderungen des Zukunftsvertrags getan haben. Hier findet ihr die Antworten:

Peter Strack von terre des hommes Deutschland beschreibt, dass die Erhaltung der Vielfalt auf Äckern und in den Wäldern in Entwicklungsländern am besten gelingt, wenn das Wissen der einheimische Kulturen genutzt wird. Terre des hommes tut deshalb viel dafür, die Sichtweise der Einheimischen stärker zu berücksichtigen.

 

 
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